Engagement wurde belohnt: Realschule Manching für Aktivitäten außerhalb des Unterrichts ausgezeichnet

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Dass sich Engagement auch außerhalb des Unterrichts lohnt, haben die Schüler der Realschule Manching jetzt einmal mehr schwarz auf weiß. Denn die Realschule Manching ist vom Bayerischen Kultusministerium genau für diese Aktivitäten im Schuljahr 2017/2018 als Beste von 81 Realschulen ausgezeichnet worden. Mit dem Preisgeld in Höhe von 400 Euro haben die Schüler jetzt bereits das nächste auszeichnungswürdige Projekt angestoßen.

 

„Leidl, miasds lustig sei“ – dieses alte bayerische Volkslied erklang nicht nur bei der Feierstunde anlässlich der Auszeichnung, nein, genau dieses Lied haben die Schüler der Klasse 6c auch bei ihren Besuchen im Altenheim zum Besten gegeben. Nicht selten standen den Sechstklässlern der Mund offen,

denn viele Senioren kannten den Text des Volksliedes in- und auswendig,

obwohl sie sich an viele neuere Ereignisse nicht mehr erinnern können.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Ehrung Realschule am Keltenwall 2018-02

 

 

Das zweite Projekt, das von der Jury berücksichtigt wurde und schlussendlich den Manchingern zum Sieg verholfen hat, war die Aktion zum 100. Jahrestag der Bayerischen Verfassung. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Christian Aschenbrenner haben die Schüler den sogenannten „Bayerntag“ ins Leben gerufen – Maibaum inklusive. Zwar kein echter, denn das Aufstellen ist gar nicht so einfach, aber immerhin eine umgelegte Eiche, auf welcher sich jede Klasse mit einem eigenen Taferl verewigt hat.

 

 

 

 

Noch weiter in die Vergangenheit zurückgereist sind die Schüler im Rahmen der Aktion „Das Römerboot kehrt zurück“. Beinahe 2000 Jahre ist es her, dass die beiden Patrouillenboote aus dem Kastell Oberstimm, deren Wracks heute im kelten römer museum manching zu besichtigen sind, die Grenze des Römischen Reichs kontrollierten. Nun hatten die Schüler erstmals die Möglichkeit, die beiden Boote wieder an ihrem ursprünglichen Einsatzort zu sehen. An der Universität Erlangen wurde unter der Leitung des Althistorikers Prof. Dr. Boris Dreyer im Rahmen des 275. Jubiläums der Universität ein Nachbau des Bootes „Oberstimm 2“ realisiert: die Fridericiana Alexandrina Navis (kurz: F.A.N.). Ziel dieser Rekonstruktion ist es, verschiedene noch offene wissenschaftliche Fragen zu beantworten. So werden etwa parallel zum Nachbau Untersuchungen durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und das kelten römer museum an den originalen Booten zur Datierung und Herkunft des Holzes durchgeführt. Mit dem fertiggestellten Nachbau werden zudem Schnelligkeits- und Belastungstests unternommen. Die Schüler der Realschule waren nicht nur in Erlangen live vor Ort, sondern mussten sich auch selbst ins Zeug legen, als es drum ging, das Römerboot auf dem Großen Braunweiher vom Fleck zu bewegen.

 

 

Die Realschule am Keltenwall ist mittlerweile zum zweiten Mal vom Bayerischen Kultusministerium für Aktivitäten außerhalb des Unterrichts ausgezeichnet worden. Zum ersten Mal erfolgte die Ehrung im Jahr 2013. Laut dem Ministerialbeauftragten für Oberbayern-West, Ernst Fischer, sei die Schule nicht nur wie früher ein Ort des Lernens, sondern vermittle auch soziale Kompetenzen. Die drei "Leuchtturmprojekte" Römerboot, Maibaum und Altenheim stünden stellvertretend für alle Aktionen der Schule.

Das Preisgeld in Höhe von 400 Euro fließt in das Schülercafé. Langfristiges Ziel ist es, dieses zum fair trade Schülercafé auszubauen. Der Grundstein ist bereits gelegt. Und wer weiß? Vielleicht verteidigen die Realschüler auch im kommenden Jahr ihren Titel als beste Realschule Bayerns.

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