Klüpfel und Kobr - die Autoren von Kommisar Kluftinger - zu Gast in Manching

Klüpfel & Kobr

Die beiden Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr, die im Rahmen der Manchinger Kulturtage mit ihrer Jubiläumstour in Manching gastierten, verstrickten sich mit ihren Lesungen über Kommissar Kluftingers Vergangenheit in ein unterhaltsames Streitgespräch.


15 Jahre nach dem ersten Ro-man (Milchgeld) ist nun ein neues Buch der beiden geschwätzigen original Allgäuer erschienen. Im ständigen Wechsel vom alten Sofa von anno dazumal in eine moderne Lesestube, eine Art Arbeits- und Autorenwerkstatt, beleuchteten die zwei Künstler im Zwiegespräch die eigene Vergangenheit und natürlich auch die vom Kluftinger. Mal impulsiv, dann freundschaftlich, aber oft auch hintergründig – so wie im richtigen Leben – lasen und kommentierten die beiden Autoren Passagen aus ihren Büchern.


Bei einem verbalen Schlagabtausch wollte Klüpfel von Kobr wissen: „Wann habe ich dich eigentlich kennengelernt?” Kobr antwortete: „Es war der gleiche Tag, an dem ich dich kennen gelernt habe. Oder war es vielleicht einen Tag später?” Ausführlich beleuchteten die beiden aus ihrem Buch „Sinn des Lesens” die Rolle des Kommissars Kluftinger, der Opa geworden ist und mit allen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, das ein Baby mit sich bringt. Was tun, wenn der Enkel, auf den man aufpassen soll, nicht schlafen will? Lieder vorsingen? Fernsehschauen? Oder ein Instrument vorspielen?


Klüpfel & Kobr 2Der überforderte Opa holt das Milchfläschchen und füttert den Kleinen, der sanft einschläft. Den Rest aus der Flasche trinkt er selber aus – ohne zu wissen, dass es abgepumpte Muttermilch war. Das Publikum war begeistert und quittierte die Szenerie mit Applaus.
Als Kluftinger sein eigenes Grab auf dem Friedhof sieht und in der Zeitung eine Todesanzeige mit seinem Namen liest, wird der Kommissar kriminalistisch aktiv, denn sein Leben ist bedroht. Mit einer geforderten Zugabe ging die veredelte und un-terhaltsame Konversation der beiden nach zwei Stunden zu Ende.


Dabei machten sie sich auch lustig über die Kleidung und das Aussehen aus ihrer Jugendzeit – von der entmilitarisierten langen Bundeswehrunterhose bis zur Wuschelkopffrisur. 

 

 

 

 

 

 

 

 

drucken nach oben