KiTa-Jahr 2022 - 2023 - Markt Manching kämpft für jeden Platz

 

 

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Die Kommunen schlagen Alarm. In der Region wird händeringend nach Personal für die Kindertagesstätten (KiTa) gesucht. Aktuell fehlen gut 20 % Fachkräfte.

Der Markt Manching ist hier leider keine Ausnahme.

 

In der Marktgemeinde, wie auch im gesamten Landkreis Pfaffenhofen sind ebenfalls freie Stellen mit KiTa-Fachkräften zu besetzen. In den weiteren Landkreisen wie Neuburg-Schrobenhausen oder Eichstätt sowie der Stadt Ingolstadt (hier fehlen laut einem Artikel im Donaukurier am 18.05.2022 49 Fachkräfte) sieht es nicht besser aus. Oberbürgermeister Scharpf und die Landräte der umliegenden Landkreise sind sich einig, dass ohne Unterstützung seitens der Staatsregierung das Problem nicht zu bewältigen ist.

 

Die Einführung der Arbeitsmarktzulage in Ingolstadt hätte laut Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger im Pfaffenhofener Kurier vom 19.05.2022 eine Sogwirkung und würde die Kommunen im Grunde dazu zwingen, ebenfalls eine Prämie für Erzieher einzuführen, damit die Fachkräfte nicht nach Ingolstadt abwandern.

 

Die Personalnot in den Kindergärten und Krippen hat auch Folgen bei der Platzvergabe für das kommende KiTa-Jahr. Im Kindergarten Stieglitznest werden im schlimmsten Fall, wie in anderen Kommunen, Gruppen geschlossen, um die Betreuung der übrigen Gruppen sichern zu können. In einem weiteren Schritt wird bis auf weiteres die Kinderkrippe Mäusevilla in eine altersgemischte Einrichtung umgewandelt. So werden neue Plätze geschaffen. In Manching werden in dieser Woche die Zusagen verschickt. Dennoch wird es viele Kinder geben, die auf die Warteliste gesetzt werden. Dies ist aber nicht mit einer Absage gleichzusetzen. Die Eltern werden allerdings noch um Geduld gebeten. „Es ist klar, dass das eine unbefriedigende Situation für zahlreiche Eltern ist, aber mehr ist aktuell nicht möglich“, heißt es aus der Verwaltung. „Wir werden den kompletten Bedarf in Manching nicht decken. Es tut uns leid, dass wir nicht alle Wünsche erfüllen können“, heißt es weiter. Immer öfter können Entscheidungen im Bundestag oder Landtag wie der „Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz“ in den Kommunen nicht umgesetzt werden.

 

Wie weit sich die kürzlich bei den Tarifverhandlungen in Berlin beschlossenen zusätzlichen zwei Entlastungstage und monatliche 190,00 Euro mehr Gehalt auswirken, bleibt abzuwarten. In einem Bericht von BR24 am 18.05.2022 wird der ddb Verhandlungsführer Andreas Hemsing mit der Aussage „Mit diesem Abschluss haben wir das Berufsfeld aufgewertet, das werden die Kolleginnen und Kollegen direkt im Geldbeutel spüren“ zitiert. Mit der Entlastung sollen die Jobs für Nachwuchskräfte attraktiver werden.

 

Die Landräte und Bürgermeister der Landkreise Pfaffenhofen, Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen möchten sich nun mit einem Schreiben an die Staatsregierung wenden, in dem sie umgehend Unterstützung bei der Bewältigung des Fachkräftemangels und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung fordern.

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