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Öffentlicher Abendvortrag: Im Westen was Neues – Aktuelle Ausgrabungen an der keltischen Stadtmauer von Manching

Beschreibung:

 

 

Öffentlicher Abendvortrag von Michael Seiler M.A. (ACS Archäologie Cichy & Seiler, Alfeld)

Britta Kopecky-Hermanns Dipl.-Geogr. (Büro für Bodenkunde und Geoarchäologie, Aystetten)

Titel: Im Westen was Neues – Aktuelle Ausgrabungen an der keltischen Stadtmauer von Manching

 

Der Bau einer Hochwasserschutzmauer eröffnete der Archäologie im Jahr 2020 erneut die Gelegenheit, einen Einblick in den Aufbau der monumentalen Befestigung des keltischen Oppidums von Manching zu gewinnen. Begleitend dazu wurden geoarchäologische und bodenkundliche Untersuchungen zur Landschaftsgeschichte am Rand der Paar-Aue durchgeführt.

 

Die seltene Möglichkeit, einen vollständigen Wallschnitt im Westen der Keltenstadt anzulegen, erwies sich für die mittlerweile über 80 Jahre währende Erforschung der Stadtmauer als besonders spektakulär: Die mehrmonatige Ausgrabung erfasste einen an der heutigen Oberfläche im Gelände nicht mehr sichtbaren, jedoch noch in allen seinen Teilelementen erhaltenen Befestigungsabschnitt.

 

Die ansonsten nur aus westkeltischen Oppida westlich des Rheins bekannte Konstruktion eines murus gallicus, in Manching ungewöhnlicherweise kombiniert mit einer in einheimischer Bautechnik errichteten Pfostenschlitzmauer, konnte ebenso nachgewiesen werden wie verschiedene Grabenstrukturen im Vorfeld der imposanten Anlage. An die Stelle von vagen Vermutungen hinsichtlich des Stadtmauerverlaufes in der bisher wenig erforschten westlichen Peripherie des Oppidums treten nun gesicherte Erkenntnisse.

 

Die aktuelle Sonderausstellung »Im Dienste Roms – Legionen und Hilfstruppen« ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

 

 

Es gelten aktuell keine Corona-Beschränkungen.

 

 

 



 

Termin:
Ort:kelten römer museum manching
Kontakt:Im Erlet 2
85077 Manching

08459 323730
www.museum-manching.de

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