Begeistertes Publikum beim Musikkabarett mit Helmut A. Binser

 

 

Helmut A. Binser 2019-06Die Begeisterung des Publikums kannte zum Abschluss der dreistündigen kabarettistischen Meisterleistung von Helmut A. Binser in der Aula der Lindenkreuzschule in Manching keine Grenzen.

 

Zugabe um Zugabe forderten die Besucher in der fast ausverkauften Aula. Immer wieder musste der aus der Oberpfalz stammende Binser auf die Bühne und ein Stück seiner skurrilen Geschichten aus seinem Leben und seinem Umfeld in Liedform erzählen.

 

Binser verstand es meisterlich, das Publikum in seinem Musikkabarett „Ohne Freibier wäre das nicht passiert“ einzubinden. Ohne rot zu werden gaukelte der Humorist dem Publikum vor, dass er die Sehenswürdigkeiten von Manching besichtigt hat und obwohl er die ganze Welt schon bereist hatte, musste er feststellen, in Manching ist es doch am schönsten.

 

Im Rahmen der Manchinger Kultur - und Musiktage plauderte und sang - wechselweise mit Gitarre und Ziach - der gemütlich wirkende Entertainer lässig über sich und sein Lebensumfeld. Zwischendurch kam auch der mit Freibier gefüllte Maßkrug und die Schnupftabakdose zum Einsatz. Der Oberpfälzer, der bald die Leiter der 40-jährigen erreicht hat und mit Manchings Humoristen Bernd Winkelbeiner gemeinsam auf der Bühne stand, ist ja so hilfsbereit: Er besorgte für seinen Freund, den schüchternen Fritz Mühlbauer, in der Apotheke lautstark die blaue Pille und nimmt gleich für sich zehn Beutel gegen das Schnupfen mit.

 

Zwischen Witzen über die Österreicher ist es laut Binser schwierig, Stimmung in den Saal zu bringen, wenn die Gitarre nicht gestimmt und damit nicht in Stimmung ist. Der hemdsärmelige Binser entschuldigte sich fast unterwürfig, dass er ein T- Shirt XXL trägt, um das Publikum mit seinem hellen Wohlstandsbauch nicht zu blenden. Auch seine Schulzeit, in der er nichts erreicht hat, wie sagte der Lehrer immer zu ihm, vom Schwein kann man kein Rindfleisch erwarten. Er war aber dennoch mächtig stolz: „Wenn man bedenkt, ich hatte immerhin einen Notendurchschnitt von 3,8 - aber das waren D-Mark Zeiten. Umgerechnet in Euro-Zeiten sind das 1,9. Also war ich gar nicht so schlecht.“ Auch der Fußball blieb nicht außen vor: Wo der Fußballclub 1860 München spielt, fährt kein Zug hin. Denn diese Ortschaften haben keinen Bahnhof. Eine hintergründige Auseinandersetzung mit einem zugezogenen Nachbarn, der zur Begrüßung kein Bier mit ihm trinken will, brachte das Publikum zum Lachen aber auch zum Nachdenken. Als der Nachbar ein kleines Hochbeet aus Holz genau auf die Grenze gebaute hat, die Folge war, Binser hat im Gegenzug ein sieben Meter langes und 1.90 Meter hohes aus belasteten Eternitplatten gefertigtes Hochbeet vor die Nase setzte. Mit einem selbst verfassten Lied über den Nachbarn, Mei Nachbar is a Depp, mein Nachbarn mog i ned. Stimmten das Publikum freudig mit ein.

 

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