Archäologischer Lehrpfad Manching

 

Länge (ca.): 10 km

Zeit (ca.): 2,5 Stunden

Grossansicht in neuem Fenster: Archäologischer Lehrpfad

Wanderung mit Lageplan und Bildern hier als PDF zum Downloaden.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.museum-manching.de

 

  

Der Archäologische Lehrpfad verläuft entlang des im 2. Jahr­hundert v. Chr. erbauten Keltenwalls und ist mit seinen 20 In­formationstafeln an 11 Standorten einer der größten in ganz Deutschland.

 

Hierbei erschließt sich den Besuchern die keltische und römi­sche Vergangenheit in freier Natur. Eingebettet in den Grünflä­chen um Manching beginnt eine Reise in die Vergangenheit – lassen Sie sich entführen und erleben Sie relikte und Funde aus längst vergangenen Tagen.

 

 

 

 

Route:

Tourbeginn am Rathaus Manching, am kelten römer museum - Parkplatz Braunweiher oder direkt am "Keltentor".

 

Hinweis: Mit dem PKW kann man die einzelnen Etappen auch anfahren und die Abschnitte zu Fuß erkunden.

 

Vom Rathaus Richtung Hallertauer Volksbank, die Ingolstädter Straße überqueren, links an der Paar entlang dem Fußweg neben der Paar bis zur Brücke vom kelten römer museum wandern.

Links durch die Durchfahrt gehen. Bevor man in die Bergstraße rechts abbiegt, sieht man das erste Hinweisschild zum Keltenwall.

 

An der Tankstelle vorbei findet man am Parkplatz Braunweiher ein weiteres Hinweisschild zum Keltenwall. Man wandert weiter zur Ampelanlage, überquert diese, bewegt sich rechts am Baumbestand vorbei und sieht schon das nachgebaute Keltentor vor sich. Nach der Informationstafel führt der Weg zum Keltenwall direkt durch das Keltentor.

 

Nach ca. 200 m wird der Keltenwall durch einen Zaun der Flugzeugwerft unterbrochen. Man geht links am Zaun entlang bis zur Rechliner Straße. Man wandert rechts weiter, ein Hinweisschild am Zaun weist auch den Wanderweg. Man kommt am Haupteingang der Flugzeugwerft vorbei, geht bis zum Parkplatz mit Hinweisschild "Keltenwall", biegt in den Parkplatz ein und schlendert bis zum Baumbestand "Keltenwall" mit Hinweisschild.

 

Am Kamm wandert man entlang des Keltenwalls, überquert den Fußgängerweg, wandert weiter zum Südtor zur Hinweistafel. Dort befindet sich auch die Bushaltestelle Manching Airbus 3.

 

Von dort gelangt man über die Straße entlang des Riedelmoosgrabens zum Osttor, welches sich in der Nähe des Parkplatzes der ,,Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgeräte der Bundeswehr“ befindet.

 

Um zur Lausgrub zu kommen gehen oder fahren Sie zurück und folgen der Straße ,,am Wald“ und biegen rechts auf Höhe des Haupteingangs zu Airbus ab und folgen der Straße. Danach biegen Sie auf die B16 nach rechts ab oder gehen auf der anderen Seite parallel zu der Bundesstraße auf einem Feldweg und nehmen die erste Abzweigung nach links. Kurz darauf müssen Sie nach rechts auf die Lindacher Straße abbiegen und dieser folgen. Am Ende der Straße in der Rechtskurve befindet sich die Lausgrub.

 

Nun fahren Sie die Lindacher Straße wieder zurück und fahren gerade über die Kreuzung auf die Bahnhofstraße Richtung Manching. Kurz vor Ortsanfang auf der rechten Seite findet man das Altenfeld und die Dürre Au.

 

Wenn Sie vor Ortsbeginn links in einen Feldweg abbiegen , diesem folgen und unmittelbar nach dem Feuerwehrgebäude links abbiegen und zur Hauptstraße (Geisenfelder Straße) vorfahren, befindet sich am Straßenrand ein Schild bezüglich dem keltischen Oppidum und der Römerzeit.

 

Anschließend biegen Sie links auf die Geisenfelder Straße ab und folgen dieser bis in den Ortskern an der großen Kreuzung. Dort befindet sich auf der gegenüberliegenden rechten Seite das Rathaus.

 

 

!!! Begehen der Wege auf eigene Gefahr - kein Räum- und Streudienst !!!

 

 

Wissenswertes:

Keltenstadt Manching

2000 Jahre Keltenstadt Manching, ostwärts der Paar und südlich des ehemaligen Hauptarmes der Donau, wo sich der Handel von Nord nach Süd und von Ost nach West überwachen ließ, siedelten seit etwa 450 v. Chr. die keltischen Vindeliker. Zu deren Schutz legten sie, beunruhigt durch wandernde Germanenstämme, im zweiten vorchristlichen Jahrhundert einen Ringwall an, der als der größte seiner Art in Europa gilt.

 

Keltenwall

Der Keltenwall ist ein Ringwall um das frühere Manching mit vier Zugangstoren. In einer Urkunde vom Jahre 1417 wurde er bereits erwähnt und als "Pfahl" bezeichnet. Mit 7,5 km Länge und zweieinviertel Kilometer Durchmesser umschloss er in einem Oval die Siedlungsfläche. Der mächtige, in Teilstücken bis vier Meter hohe Wall ist in Teilstücken noch heute sichtbar.

 

kelten römer museum manching

Das kelten römer museum wurde mit der neuen Brücke über den Augraben und des Fußgängersteges "Steg der Zeit" 2006 eröffnet. Das Museum ist ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München. Ein Highlight sind die Römerschiffe aus Oberstimm und der Goldschatz aus Manching. Der Silberschatz aus der Nähe Airbus-Kreuzung ist in München ausgestellt.

 

Es bietet eine Ausstellung zu den Kelten im Raum Manching und ebenfalls eine Ausstellung zu den Römern mit Fundstücken aus dem Bereich von Manching.

 

Nordtor

Das Nordtor in der Nähe des vorgeschichtlichen Donauüberganges, etwa beim heutigen Bahnhof, ist bis heute nicht lokalisiert. An der Zufahrt "Bahnhofstraße" lag auch der "Keltenhafen".

 

Osttor

Das Osttor ist als Zugangstor heute noch nachvollziehbar. Bei seiner Ausgrabung im Winter 1962-63 kam eine 24 m lange Toranlage zutage. Diese bestand aus einem 12 m langen äußeren Torpass, an dem sich die eigentliche Torgebäude von ebenfalls 12 m Länge anschlossen. Die Torgasse war außen 14 m breit und verjüngte sich zum Torhaus hin auf eine Breite von 12 m. Eine Hinweistafel stellt den Aufbau des Keltenwalles dar. Der Nachbau des Osttores (am Anfang der Tour - wie oben beschrieben) soll die Frontansicht darstellen.

 

Südtor

Das Südtor ist mit den deutlichen Öffnungen und zur besseren Verteidigung nach innen gezogenen Flanken noch gut zu erkennen. Eine Hinweistafel zeigt die genaue Lage an.

 

Westtor

Das Westtor lag wohl am Paarübergang bei der Kirche, ebenfalls noch nicht mithilfe von Grabungen erforscht.

 

Anmerkung: Weiteres Wissenswertes ist im kelten römer museum erhältlich.

 

Das Begehen der einzelnen Routen erfolgt auf eigene Gefahr. Weder der Verfasser noch die Herausgeber haften für etwaige Schäden.

 

 

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